Regionalmeisterschaft Ost 2010

Regionalmeisterschaft Ost
RUC rug’bees auf ihrer 1. Meisterschaft

Am 20. März 2010 war es nun endlich soweit - nach 2 Monaten intensiver Vorbereitungszeit stand für einen Teil der Rugbyunion Cheerleader der erste Start bei einer Meisterschaft an. Bei der Regionalmeisterschaft Ost in Chemnitz sollte sich unser Junior Groupstunt, die RUC rug’bees, mit Teams aus Berlin, Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt messen. Im Groupstunt geht es darum, zu fünft eine Minute lang möglichst kreativ und fehlerfrei zu stunten.

Getroffen haben wir uns um halb neun am Rugbyclub. Nachdem alle unserem Flyer Silli zum Geburtstag gratuliert hatten und sich gegenseitig versichert haben, dass ja kaum einer nervös ist, ging es um kurz nach neun mit den gemieteten Kleinbussen los in Richtung Chemnitz. Dort angekommen trennten sich die mitgereisten Fans von den Aktiven, denn wir durften erstmal unseren Eingang suchen. Nach dem Einchecken haben wir unsere Kabine fast auf Anhieb gefunden. Das bei gut 1200 Aktiven nicht sehr viel Platz für jeden in den Kabinen vorhanden sein wird, war uns klar, aber bei einer Kabine, die nicht wesentlich größer als eine Abstellkammer ist, findet man wirklich nicht wirklich Platz um die Taschen abzustellen, zumindest nicht wenn schon drei Teams mit ca. 40 Cheerleadern diese besetzen. Nach dem Umziehen und Stylen ging es gleich weiter zum Warm up und dann zum Run Through – die Generalprobe. Wie sollte es anders sein, nichts klappte. Wunderbar, denn Generalproben dürfen ja nicht klappen, dann wird’s beim eigentlichen Auftritt umso besser. Dieser Meinung waren zumindest wir, Anne als Betreuer und ich - Janice - als Trainerin. Bei den Mädels machte sich aber mehr Frust breit. Nachdem dieser Tiefpunkt überwunden war wurde sich noch mal ordentlich warm gemacht, während Trainer und Betreuer verzweifelt auf der Suche nach dem Passcheck waren, aber dadurch haben wir immerhin Erik und Mario gefunden – oder sie uns. Uns hat es gefreut, die Mädels machte die Nachricht über deren Anwesenheit noch nervöser, sofern dies möglich war.

Um kurz nach 17 Uhr war es dann endlich soweit, der Auftritt der RUC rug’bees stand auf dem Programm. Für die Zuschauer war die eine Minute viel zu schnell rum, während die Aktiven dachten die Zeit geht nie vorbei. Große Freude und Erleichterung, das Programm stand relativ gut - ein Paar Wackler, aber kein wirklicher Drop. Nun hieß es nur noch Warten und die restlichen Programme und Kategorien bis zur Siegerehrung in Ruhe angucken und zum Teil bestaunen. Leider war die Zeit bis zum Ende ziemlich lang, sodass unsere Ehrung erst um 21 Uhr stattfand. Da es für uns die erste Meisterschaft war, wollten wir uns lediglich gut präsentieren. Als Ziel hatten wir uns gesetzt nicht Letzter zu werden. Die Spannung war unerträglich, aber als die Ehrung begann und unser Name nicht als Erstes genannt wurde war die Freude riesig, die RUC rug’bees wurden mit 4,89 Punkten 10-ter. Zwei Teams konnten wir also hinter uns lassen. Nachdem alles eingepackt und alle umgezogen waren, konnten wir den Heimweg antreten, welchen wir um kurz vor 1 Uhr auch geschafft hatten. Es war ein anstrengender, nervenaufreibender, stressiger, aber auch spannender und schöner Tag gewesen und mir als Trainer bleibt zu sagen:

Mädels, ich bin unendlich stolz auf euch!

Bin froh und stolz eure Trainerin zu sein und weiß nun auch, dass es sich gelohnt hat so viele Nerven zu lassen und viele Stunden in euch zu investieren - auch außerhalb des Trainings... Ihr habt euer Bestes und Möglichstes gegeben und mehr wollten wir nicht. Ihr habt uns RUC stolz gemacht!

Aber – und ich wäre nicht eure Trainerin, wenn ich nicht ein "aber" hätte - ich hoffe ihr trainiert weiter so viel und intensiv, damit auf den nächsten Meisterschaften ein paar Wackler weniger dabei sind, denn wir haben doch ein paar Punkte liegen lassen, die nicht hätten sein müssen.

Text: Janice Müller