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Rugbyunion - Siemensstadt/Grizzlies

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Die Rugbyunion verpasst direkten Klassenerhalt...

Aufstellung:

  1. Reichelt, Benjamin

  2. Peschel, Carsten

  3. Krause, Matthias

  4. Ehrlich, Tobias

  5. Renk, Michael

  6. Schlößer, Marco

  7. Borchardt, Matthias

  8. Elke, Steffen

  9. Wendt, Fabian

10. Menzel, Tilo

11. Freer, Maik

12. Mache, Alex

13. Priem, Michel

14. Blihs, Alexander

15. Hassani, Firas

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16. Sager, Ronny
   (42. für Krause)

17. Koenig, Tom
   (67. für Reichelt)

18. Laetsch, Julius
   (67. für Freer)

 

 

 

 

 

Die Rugbyunion Hohen Neuendorf steckte am Sonntag eine knappe Heimniederlage gegen die SG Siemensstadt/ Grizzlies ein. Damit haben die Unioner zwar den direkten Einzug in die Meisterrunde verpasst, doch das Minimalziel ist erreicht: Mit Platz 4 empfangen sie am zweiten Oktoberwochenende den TSV Victoria Linden aus Hannover zur Relegation – um doch noch den Klassenerhalt zu schaffen. Die Rivalen kannten sich noch gut aus der vergangenen Saison und so war das Spiel von Anfang an extrem hart. Hohen Neuendorf präsentierte sich auf einem völlig neuen Niveau – und das trotz verletzungsbedingt sehr dünnem Kader und ungewohnter Aufstellung. „Kämpferisch waren wir heute voll da“, urteilte Mannschaftssprecher Paul Günther. „Was am Ende noch fehlt ist die mentale Stärke. Wir müssen noch ruhiger werden und mehr Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten aufbauen.“

Die Mannschaften begegneten sich auf Augenhöhe und waren voller Siegeswillen; es hätte ein schönes Spiel werden können. Zunächst übernahmen die Gäste den Ball und setzten die Platzherren im eigenen 22er-Raum stark unter Druck. Doch die Verteidigung hielt stand und nach 20 Minuten drehten die Unioner, trotz unsportlicher Regelverstößen der Gäste, das Spiel. Aus einer Überzahlsituation heraus gelang aber den Berlinern in der 39. Minute ein Versuch mit Erhöhung (0:7). Der Konter der Rugbyunion wurde kurz vor dem Malfeld wiederholt regelwidrig gestoppt und den Unionern blieb lediglich ein Straftritt, verwandelt von Fabian Wendt zum 3:7-Halbzeitstand.

In der zweiten Spielhälfte steigerte sich die Rugbyunion noch einmal und trieb den Gegner zurück. Der ersehnte Versuch wurde jedoch nicht anerkannt. Stattdessen bauten die Gäste ihre Führung aus (3:14). Fünf Minuten später gelang es Marco Schlösser endlich, das Ei im Malfeld abzulegen. Die Erhöhung traf Wendt aus schwieriger Position (10:14). In den letzten zehn Minuten brodelte das Spiel, doch Punkte gab es keine mehr.

Obwohl beide Seiten immer wieder Karten für Regelverstöße einforderten, beließ es der Unparteiische bei wiederholten „letzten Ermahnungen“. Das heizte die Stimmung auf dem Platz und am Spielfeldrand weiter an. Bald kämpften die Spieler beider Teams mit beinahe allen Mitteln – mit Rugby hatte das streckenweise nicht mehr viel zu tun. Mit dem Abpfiff zeigte sich vor allem die Hohen Neuendorfer Fankurve schwer enttäuscht. Dennoch forderte Günther anschließend: „Liebe Fans, ich bin super stolz auf euch und liebe es, wenn ihr uns lauthals nach vorne peitscht, aber Gegner und Fans werden nicht ausgepfiffen.“

Text: Rita Ehrlich