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Schwitzen für die Fitness

Steffen Schwarz
Trainingsauftakt bei der Rugbyunion Hohen Neuendorf

1600 m Laufen, dann 100 Klimmzüge, 200 Liegestütze, 300 Kniebeuge und anschließend noch einmal 1600 m Laufen – so starteten die Männer der Rugbyunion vergangene Woche in ihre Saisonvorbereitung. „Die Zeitbegrenzung für diesen Fitnesstest liegt bei einer Stunde, aber wer gut ist, schafft es auch in 35 bis 45 Minuten“, erklärt Steffen Schwarz, Mannschaftskapitän der Hohen Neuendorfer. Während der Verein noch in Verhandlung mit einem neuen Trainer ist, übernimmt Schwarz die Aufgabe, seine Teamkameraden auf Vordermann zu bringen.

„Das Fitnessprogramm beinhaltet Elemente aus funktionellen Training, Stabilitäts-, Sprint-, Agility- (Lauftechnik) und Sprung-Training. Der Schwerpunkt liegt auf Verletzungsprävention“, erklärt Schwarz. „Und zum Auspowern gibt’s dann Crossfit mit Rugbyskills.“ Über vier Wochen wird der berufliche Physiotherapeut die Männer dreimal pro Woche trainieren. Die einzelnen Einheiten werden auf dem Beachplatz und der Tartan-Bahn des Sportplatzes absolviert und bauen aufeinander auf. Beim Crossfit geht es um Kraft, Ausdauer und Schnelligkeit. „Das ist schon ordentlich, nicht viel mehr als eine Stunde pro Training – dann ist man auch tot!“

Für Vereinspräsident Carlo Schomacker steht vor allem die Verletzungprävention im Vordergrund: „Keiner braucht sich verstecken. Spieler mit Verletzungen können trotzdem teilnehmen und in Absprache mit Steffen die Übungen mitmachen.“ Dazu werden die Männer in den kommenden Wochen Bewegungsabläufe trainieren, ihre Gelenke stabilisieren und Muskeln aufbauen.

„Unser Ziel für die kommenden Saison ist es, den Mannschaftskader zu stabilisieren“, erläutert Schwarz vor der ersten Trainingseinheit am Dienstag. Während der vergangenen Saison hatte die Rugbyunion häufig mit Personalsorgen zu kämpfen. Vor allem in der Hintermannschaft waren zunehmend Verletzte zu beklagen. „Wir haben einen super Zusammenhalt im Sturm. Die Hintermannschaft besteht dagegen eher aus Einzelkämpfern, das müssen wir ändern.“ Ob für die kommende Saison wieder ausländische Spieler verpflichtet werden können, ist zurzeit noch unklar. Ein Hindernis dafür ist die mögliche Ligareform – noch immer steht nicht fest, wie die kommende Saison organisiert sein wird. Dennoch ist der Mannschaftskapitän optimistisch: „Von der Qualität der Männer her sind wir gut aufgestellt. Und ich denke auch, dass dem neuen Vorstand etwas einfällt, wie es mit unserer Mannschaft weitergeht.“

Text: Rita Klingst, Foto: Janice Vogel