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Rugbyunion lernt "Laufen"...


Zum schnellen Sprinten braucht es Beweglichkeit:
Manfred Hofmann vom SV Electronic coacht unsere Rugbytrainer

In enger Kooperation mit dem SV Electronic veranstaltete die Rugbyunion vergangenes Wochenende eine Laufschulung. Die Rugbytrainer aller Altersklassen sollten lernen, Fehler in der Lauftechnik ihrer Spieler zu erkennen und zu korrigieren.

„Es geht darum, zu SEHEN – und augenblicklich zu erkennen, was funktioniert und was nicht“, predigte Manfred Hofmann, Cheftrainer des SV Electronic. Bei Ryan Aperehama diagnostiziert er einen Haltungsfehler. Durch die so entstehende Fehlstellung der Füße könne der Mann nicht sprinten. Dass der Neuseeländer Aperehama zurzeit der mit Abstand schnellste Läufer des Vereins ist, störte den Leichtathletik-Spezialisten wenig. Auch bei den übrigen gut trainierten und muskelösen Rugbyspielern beklagt er fehlende hintere Oberschenkelmuskeln und ihre Unbeweglichkeit – sie kommen bei gestreckten Beinen nicht mit den Händen auf den Boden.

Das Urteil des Experten traf die Spieler hart. „Rugby ist ein Sport für explosive Typen“, bekräftigt Ricardo Zanero, argentinischer Cheftrainer der Rugbyunion. Egal ob es um den Sprint ins Malfeld, das Tackling des Gegners oder den Druck im Gedränge geht – immer muss der Spieler schnell und explosiv Leistung bringen. Der Sprint ist das A und O eines Rugbyspiels. „Der Körper muss lernen, blitzschnell die geforderte Energie bereitzustellen. Das gelingt nur, wenn das auch immer wieder so trainiert wird“, erklärte Hofmann den Trainern. In die Praxis übersetzt heißt das so viel wie „80 Mal hintereinander 30 m sprinten“.

Für die Rugbytrainer war der Tag ein voller Erfolg. „Ich fand die Schulung heute super“, zeigte sich Jugendwart Michael Galster begeistert. „Mit den Grundlagen, die wir heute bekommen haben, können wir in Zukunft viel mehr aus jedem Spieler herausholen.“ Es soll auch nicht bei einer Schulung bleiben. In enger Zusammenarbeit mit dem SV Electronic werden nun Trainingskonzepte ausgearbeitet, die speziell an den Entwicklungsstand der einzelnen Altersklassen angepasst sind, von den Kids über die Frauen bis zu den Männern.

Nach der ersten Besichtigung der im Verein vorhandenen Lauffähigkeiten zeigte sich Hofmann verhalten optimistisch: „Es sind typische Hobbymannschaften, das kann man nicht mit dem Hochleistungsbereich vergleichen, in dem ich sonst aktiv bin. Aber ich denke, die Sprintfähigkeiten der Rugbyspieler sind gut ausbaufähig.“

Text: Rita Klingst

Anmerkung:
Jeder, der sich für dieses Thema interessiert und nicht dabei sein konnte – ich stelle euch gern meine ausführlichen Notizen zur Verfügung. Bitte kontaktiert mich!